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Trends

How to Guerilla Testing: Die Checkliste zu hochwertigem User-Feedback

am 14. Juni 2022
von Eva Schuler
#research#journalismus#constructive

Schnelle Resultate, qualitativ gutes Feedback, kaum Kosten - ist Guerilla Testing etwa die eierlegende Wollmilchsau unter den Research Methoden? Sie kommt dem unserer Ansicht nach zumindest sehr nahe.

Mit unseren führenden Marken und dem Einsatz neuester Technologie streben wir immer weiter nach journalistischer Innovation. Dabei stehen für uns die Menschen im Mittelpunkt. Genau darum sind wir ständig bemüht hochwertiges Feedback von unseren Usern zu erhaltende. Um mit den Nutzer*innen unserer Marken in Kontakt zu treten setzen wir auf verschiedenste Methoden, wie auch Guerilla Testing.

Was ist Guerilla Testing genau?

Einen Schritt zurück zur Theorie: Man versteht darunter eine schnelle, kostengünstige Methode zur Erfassung von User-Feedback. Diese Research-Methode kann gut bei Prototypen mit niedrigem Detaillierungsgrad verwendet werden, um erstes Feedback über eine Idee, ein Konzept oder bestimmte Features einzuholen.  Die Testpersonen werden dabei ganz zufällig angesprochen und in kurzen Sessions befragt. Meist reichen schon 8-10 Personen aus, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.

Vorbereitung ist alles!

Hör dich um! Befrage andere Expert*innen: Wer hat schon mal so einen Test gemacht? Welche Best Practices gibt es, aus welchen Fehlern der anderen kannst du lernen?

Ohne Ziele kein Erfolg! Was genau möchtest du erreichen, und ist diese Art des Testings der richtige Weg? Wo sind die Grenzen? Beim Guerilla Testing zielt alles darauf ab, einen ersten Eindruck abzufragen. Innerhalb weniger Sekunden und Minuten beurteilen Menschen ein Konzept. Du kannst also nichts voraussetzen, nicht tief in die Details einsteigen.

Preperation is Key! Wie leite ich in das Gespräch ein? Wie stelle ich mich vor? Was sage ich zum Konzept? Was sind die Top Fragen im Testskript, wo drückt der Schuh? Wie verabschiede ich mich? All das kannst du in einen Fragebogen sammeln. Das hilft bei der Vorbereitung und gibt dir während der Gespräche Sicherheit.

Trick 17! Schau dich um und passe genau die Menschen ab, die in irgendeiner Art von Ruhephase sind: Sprich also die Leute an, die eindeutig auch gerade warten. Denen ist langweilig und deine Fragen sind für sie vielleicht ein interessanter Zeitvertreib.

Keep it calm! Lass dich auf dein Gegenüber ein, halte Stille aus. Manche sprudeln sofort los, andere beschäftigen sich erst in Ruhe mit deiner Frage, um dann am Ende konzentriert das Feedback zu geben. Mit Fragen wie " Was geht Dir gerade durch den Kopf" oder "Denk mal laut" kann man freundlich dazu auffordern, die Gedanken zu teilen.

Offene Fragen, keine Suggestivfragen. Hört sich leichter an als getan...

Teamwork! Geh am besten mit 2 Personen raus: Einer führt das Gespräch, der Zweite schreibt mit und passt auf. So kommt es auch schnell zu einem lockeren Gespräch und ihr könnt euch nach den Interviews direkt Feedback geben, wie es gewirkt hat, was gut war, worauf man noch achten könnte.  

FAZIT: Ran an die Wollmilchsau! Es lohnt sich! Einziger Wermutstropfen: man muss sich ein klein wenig überwinden, fremde Menschen anzusprechen. Aber am Ende des Tages strotzt man nur so vor tollen Erkenntnissen und ein kleines bisschen stolz darf man dann schon auch auf sich sein, finden wir.

Eva Schuler

BurdaForward Communications

Während meines Studiums habe ich meine Begeisterung für Kommunikation entdeckt. Hier bei BurdaForward habe ich nun die Möglichkeit bekommen, diese leben zu können. Wenn nicht im Büro, findet man mich meistens irgendwo in den Bergen zum Bergsteigen und Skifahren oder auf meinem Rennrad.

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